Die Entwickler von WordPress haben in der jüngsten Vergangenheit zwei Online-Umfragen (1, 2) bzgl. der Entwicklung der kommenden WordPress-Version 2.7 durchgeführt – beide Male mit dem Online-Dienst PollDaddy. Grund genug sich diesen Dienst einmal näher anzuschauen.
Der Dienst ist entweder kostenlos zu nutzen oder aber kostenpflichtig (in zwei Varianten). Die kostenlose Version unterscheidet sich dabei von den kostenpflichtigen dadurch, dass die Abstimmungen (Poll) und Umfragen (Survey) dort einen Link zu PollDaddy enthalten. Bei Abstimmungen hat man nicht die Möglichkeit genau zu sehen wer, wo abgestimmt hat um z. B. Mehrfachstimmen zu löschen.
Bei den Umfragen bestehen die Unterschiede darin, dass man bei der kostenlosen Variante nur 100 Antworten pro Monat bei 10 Fragen pro Umfrage erhalten bzw. erstellen darf. Zudem hat man nur E-Mail-Support und keine telefonische Beratung.
Für kleinere Umfragen reicht also die kostenlose Variante, obwohl man bedenken muss dass nur 100 Antworten erlaubt sind, große statistische Auswertungen müssen also mit Vorsicht genossen werden. Bei einfachen Abstimmungen gibt es solch eine "Mengenbeschränkung" nicht, also bei großen Besucherzahlen besser auf Abstimmungen setzen.
Nach der Registrierung kann man sofort loslegen.
Der Abstimmungstext kann selbst formuliert werden – klar. Aber um auch die Buttons und Links innerhalb der Abstimmung in der "eigenen" Sprache bzw. personalisiert angezeigt zu bekommen, geht man am besten als erstes hin und erstellt sich ein sog. "Language Pack".
Unter dem Punkt "Custom Poll Styles" kann man sich auf ähnlich simple Weise ein Standard-Design für die Abstimmung erstellen. Dabei kann man sämtliche Details bestimmen: Rahmen, Abstände, Schrifttyp, -größe, -farbe, Aussehen des Balkendiagramms mit den Abstimmungsergebnissen etc. Wenn man die entsprechenden Kenntnisse besitzt ist es auch möglich ein eigenes CSS-Stylesheet hochzuladen und zu nutzen. Wenn man sich mit dem Design nicht beschäftigen möchte, es sei erwähnt, dass PollDaddy zur Zeit 19 verschiedene Designs zur Auswahl stelt – auch schmale extra für Sidebars.
Erstellt man eine Abstimmung, kann man so gut wie alles selbst bestimmen. Das geht natürlich bei der Frage für die Abstimmung los (darf nur 160 Zeichen enthalten) und endet dann (wie bereits angesprochen) beim Design. Nur mal ein kleiner Einblick in die zusätzlichen Möglichkeiten:
Hat man die Abstimmung erstellt, gibt es vier Möglichkeiten sie in seinen Blog oder auf seine Website einzubauen:
Ich habe mich für die zweite Option entschieden
und freue mich über eure Teilnahme!
Für das Erstellen von Umfragen gilt die gleiche Vorgehensweise. Man sollte sich als erstes ein "Language Pack" erstellen. Danach geht es dann mit dem Erstellen der eigentlichen Umfrage los oder man macht sich zuerst noch sein eigenes Design.
Und dann wird es ausgefeilt:
Per Drag & Drop kann man sich hier seine Umfrage (in der kostenlosen Version bis zu 10 Fragen) zusammenstellen, dabei kann man auf die folgenden Elemente zurückgreifen:
Zusätzlich kann man auf jeder Seite einen Header einfügen. Die Fragen kann man auf mehreren Seiten verteilen und im Anschluss auch (re)organisieren.
Umfragen können allerdings nur mit einem direkten Link oder per JavaScript (PopUp) auf der eigenen Seite eingebaut werden.
Die Ergebnisse von Abstimmungen und Umfragen sind so einfach zu erhalten wie das Erstellen der gleichen, allerdings gibt es keine Analyse in der kostenlosen Variante von PollDaddy. Trotzdem können die Ergebnisse als *.csv oder *.xml-Dateien heruntergeladen werden. Und dann kann man die Analyse ja selbst in einem Programm seiner Wahl vornehmen.
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