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Mit dem Live Writer in WordPress bloggen

Von am 21. Juni 2010 um 09:19 Uhr

Der ein oder andere hat vielleicht schon mit dem Gedanken gespielt und überlegt, ob das Veröffentlichen von Inhalten in einem WordPress-Blog eventuell noch komfortabler geht, wenn man ein externes Programm dafür benutzt, zum Beispiel den Windows Live Writer.

Obwohl ich das Veröffentlichen von Inhalten im Backend von WordPress alles andere als unkomfortabel finde, vielleicht mache ich es auch schon zu lange, wollte ich den Selbstversuch doch einmal starten.

Installieren

Live Writer installieren

Nur den Live Writer installieren

Windows Live Writer kann man nicht direkt herunterladen, sondern nur das ganze Paket des Windows Live Essentials. Dieses komplette Paket enthält neben dem Live Writer auch noch die folgenden Komponenten: Messenger, Fotogalerie, Mail, Movie Maker (nur Windows Vista und Windows 7), Family Safety und Toolbar sowie Microsoft Office Outlook Connector, das Office Live-Add-In und Microsoft Silverlight.

Ist man von dieser Fülle ganz erschlagen – so wie ich bei der ersten Installation – tut man gut daran nur den Live Writer zu installieren. Die entsprechenden Systemanforderungen haben es zudem in sich und man sollte sie vorher genau studieren, um nachher nicht enttäuscht zu werden.

XML-RPC Schnittstelle aktivieren

XML-RPC Schnittstelle aktivieren

Und etwas ganz entscheidendes dürfen Sie natürlich nicht vergessen. Sie müssen in Ihrer WordPress-Installation die XML-RPC Schnittstelle aktivieren, sonst kann der Live Writer nicht auf Ihren Blog zugreifen.

Konfigurieren

Beim ersten Starten und später auch, wenn Sie weitere Blog-Installationen hinzufügen möchten, müssen Sie die URL sowie die Zugangsdaten zu Ihrem WordPress-Blog angeben. Das reicht schon, damit Windows Live Writer in Zukunft auf Ihren Blog zugreifen kann. Der Windows Live Writer übernimmt (auf Wunsch) sogar schon ein abgespecktes Layout, so dass Ihre verfassten Beiträge im Live Writer (annähernd) so aussehen, wie später nach der Veröffentlichung. Und damit wären wir schon beim Arbeiten mit dem Live Writer.

Praxistest

Artikel im Live Writer verfasst

Artikel im Live Writer verfasst

Neben dem WYSIWYG bzw. Visuellen Editor hat man auch die Möglichkeit im Quelltext bzw. im Code-Editor zu arbeiten. Es erinnert also alles sehr stark an das Arbeiten im WordPress-Backend. Der Editor verfügt über eine Rechtschreibprüfung und bietet über eine Symbolleiste alle gängigen Formatierungen an. Etwas verwirrend am Anfang: die Symbolleiste ist in beiden Editoren (Visuell und Code) identisch. Und somit komme ich zu den Extras, die der Windows Live Writer zu bieten hat und die man im WordPress-Backend (bis jetzt noch) vergeblich sucht.

Automatisch verlinken

Automatisch verlinken

  • Entwürfe können lokal gespeichert werden.
  • Tabellen lassen sich einfach einfügen und bearbeiten.
  • Wörter, Buchstaben, Zeichen und Absätze werden gezählt.
  • Man hat die Möglichkeit automatische Verlinkungen vorzunehmen. Dabei gibt man ein oder mehrere Worte und die Ziel-URL an. Schreibt man dann in einem Artikel den entsprechenden Begriff, so wird dieser automatisch verlinkt. (nur im Visuellen Editor)
  • Eingefügte Bilder können mit allerlei Rahmen versehen werden (Schlagschatten, Polaroid etc.).
  • Eingefügte Bilder können bearbeitet werden. Neben dem Drehen und Zuschneiden biete der Live Writer auch die Möglichkeit Helligkeit und Kontrast zu bearbeiten.
  • Eingefügte Bilder können mit einem Wasserzeichen versehen werden.
  • Eingefügte Bilder können mit Effekten (Schwarzweiß, Sepia, Relief etc.) bearbeitet werden.
  • Man kann ein "Fotoalbum" einfügen, muss dafür aber über eine Live ID verfügen, also bei Windows Live registriert sein.
  • Man kann Karten (bing) hinzufügen. (Leider habe ich keinerlei Hinweise zur rechtlichen Situation beim Einfügen von Karten gefunden.)

Der Live Writer kann zudem auch mit Plugins noch um einige Funktionen erweitert werden. Wundern Sie sich allerdings nicht, wenn Sie im Plugin-Verzeichnis nichts angezeigt bekommen. Ändern Sie die Sprache in Englisch, dann werden Ihnen die Ergebnisse präsentiert. Unter anderem findet man Plugins um Bilder aus Flickr, Picasa oder Facebook in seine Artikel einzubinden. Sie finden aber auch Plugins, die dabei helfen Symbole bzw. Sonderzeichen in Ihre Texte einzufügen, Textbausteine zu nutzen etc.

Fazit

Das Bloggen mit dem Live Writer hat vor allen Dingen seinen Reiz, wenn man in mehreren Blogs arbeitet. Man hat dann immer die gleiche Benutzeroberfläche und kann zudem komfortabel zwischen den einzelnen Blog-Installationen wechseln – ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Außerdem sind so nette Spielereien wie das Einfügen von Karten und die "Bildbearbeitungsoptionen" natürlich für alle Spielkinder eine wahre Freude ;-)

Wer bis jetzt allerdings vorzugsweise im HTML-Editor arbeitet (und das mache ich), der wird sich etwas umgewöhnen müssen. Man kann Artikel zwar auch im HTML-Editor erstellen, aber der Editor "erkennt" Absätze nicht automatisch, so dass man wesentlich mehr zu tun hat wie bei der Arbeit im HTML-Editor von WordPress, der Absätze ja bekanntlich automatisch umsetzt. Der Live Writer ist eindeutig dafür ausgelegt, dass man im Visuellen Editor arbeitet und höchstens kleine Änderungen oder Anpassungen im HTML-Editor vornimmt.

Ich werde den Live Writer auf jeden Fall noch ein Weilchen ausprobieren und vor allen Dinge die Möglichkeiten, der Plugin-Erweiterung noch weiter testen.

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6 Kommentare zu “Mit dem Live Writer in WordPress bloggen”

  1. Ich habe bei solchen Dingen immer das unterschwellige Gefühl, dass es mir miesen Quellcode in den Blog haut. Ich glaube, dass liegt an meinem Langzeit-Frontpage-Schaden.

    Gibt's da Erfahrungswerte? (Klar, ich könnt's ausprobieren)

  2. lars sagt:

    Moin,
    meine Erfahrung mit dem Live Writer waren im Endeffekt ein wenig kurz^^ Ist ja alles sehr schön anzusehen (der Artikel im Blog), nur stören mich 2 Dinge an dem Writer: 1. ist er von Microsoft & 2. ist der von Microsoft^^ … Ich schreibe mein Artikel meist mit Open Office, direkt in WordPress oder in Google Docs … Noch extra eine Dektop-Alternative zu benutzen war mir irgendwie suspekt. Jetzt so nach deinem Artikel, werde ich mich wohl ein wenig genauer und länger mit dem Writer auseinandersetzen, mal sehen was dabei raus kommt ;)

  3. Markus sagt:

    Hab auch schon des öfteren den Gedanken gehabt den LiveWriter zu nutzen. Wie schaut es den mit dem HTML Code aus den dieses dann letztendlich ausspuckt? Valide? Was mich nch abschreckt bisher ist die XML-RPC Schnittstelle im allgemeinen. Wie schaut es den mit der Sicherheit hier aus?

  4. Frank sagt:

    Ich habe es auch mal kurz getestet, eine interessante Sache aber bei mir verzieht es komplett das Design, da schreibe ich doch lieber erst mal direkt in WP weiter.

  5. Martin Ihde sagt:

    Ich nutze wahlweise neben dem WordPress eigenen Editor auch den LiveWriter.
    Gut gefällt mir zum Beispiel die Möglichkeit, leichter auf eigene, ältere Artikel verlinken zu können. Auch die von dir im Abschnitt "Praxistest" erwähnten Möglichkeiten sind sehr komfortabel.

    Was mir gestern auffiel, ist ein Problem mit Umlauten:
    Wenn man beim Live Writer im Titel einen Umlaut verwendet, wird der beim Veröffentlichen zwar in ein HTML-Sonderzeichen umgewandelt, aber im Permalink wird der Umlaut einfach verschluckt. Auch wenn man ein Plugin wie "o42-clean-umlauts" oder "WP-Permalauts" verwendet (bei mir letzteres, ob es mit o42 klappen würde, bezweifle ich aber).
    Es ist kein großes Problem, aber ärgerlich, wenn der Permalink ohne Umlaut zum Beispiel per Trackback verschickt wird, ohne dass man vorher eingreifen kann.

    In diesem Zusammenhang: Weiß jemand, wie und warum (jedenfalls bei mir) auch die Permalinks funktionieren, die man anschließend geändert hat?
    Ich habe mich mal ein bißchen in der Datenbank umgeschaut, dort werden in der Tabelle wp_postmeta offenbar im Feld meta_key der Wert _wp_old_slug und im Feld meta_value der alte Permalink gespeichert.
    Stimmt das so?

  6. [...] Mit dem Live Writer in WordPress bloggen Der Live Writer ist der derzeit wohl einzige ernstzunehmende Client zum direkten Blogg in Windows – Perun zeigt wie es geht. cheatsheetEntwicklungsumgebungHTML5IDEPhotoshopPHPThemeWordpress var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var flattr_uid = '16555'; var flattr_url = 'http://www.guido-muehlwitz.de/2010/07/links-der-woche-xli/'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_hide = 0; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tle = 'Links der Woche XLI'; var flattr_dsc = 'Irgendwie ist das nicht mein Wetter! ;) Trotzdem gibt es heute mal wieder die Links der Woche mit ein paar sehr interessanten Sachen dabei: 18 der angesagtesten Social Media-Plugins für deinen WordPress-Blog EIne nette Sammlung von Social-Networking-Plugins für WordPress 27 Excellent WordPress Theme Around The Web In June'10 Coole neue WordPress Themes aus dem Juni zur freien Verwendung WTF ist HTML 5? Ein Cheat Sheet der besonderen Art: Schnellübersicht über HTML5 – was kann es in welchem Browser? PC.DE – Free Icons for Windows and Macintosh Hunderte Icons im Format 16×16 zur freien Verwendung – hervorragend geeignet für Formulare 40 Free Fonts For Graphic And Web Designers 40 freie Fonts zur freien Verwendung NetBeans IDE – die einzig benötigte IDE Netter Blick auf die neue Version von NetBeans als Entwicklungsumgebung für PHP CS5 Cheatsheet – Spickzettel für Photoshop CS5 Cheatsheet – Spickzettel für Photoshop HTML5 Link Prefetching Beschleunigung der Navigation mit'; var flattr_tag = 'cheatsheet,Entwicklungsumgebung,HTML5,IDE,Photoshop,PHP,Theme,Wordpress'; [...]