Das Freeware-Programm IrfanView ist ein Urgestein und das nicht nur unter den Bildbetrachtern und -verwaltern, sondern in der Freeware-Szene überhaupt: das Programm gibt es seit dem Jahr 1996.
Das Tool erfreut sich großer Beliebtheit, wird von vielen Windows-Nutzern intensiv eingesetzt und als ein kleines Universalwerkzeug geschätzt. Daher ist es nicht überraschend, dass es für das kostenlose IrfanView auch ein kostenloses Paket mit verschiedenen Plugins von Drittanbietern gibt.
Dieses Paket erweitert das Programm um einige interessante Funktionen, so dass man mit IrfanView unter anderem auch noch Musik (mp3, ogg) abspielen, Fotos auf CD brennen und Bilder als E-Mails abschicken kann.
Hinweis: Hier im Artikel werde ich der Vollständigkeit halber IrfanView mit dem installierten Plugin-Paket vorstellen.

IrfanView: Übersicht
Um wirklich alle interessanten und nützlichen Funktionen von IrfanView zu beschreiben, müsste ich ein IrfanView-Buch schreiben. Daher werde ich im Folgenden lediglich die Funktionen beschreiben, die meiner Meinung nach für einen Webworker wichtig sein könnten.
IrfanView beherrscht als Bildbetrachter und -verwalter eine Menge an Dateiformaten. Das Programm kann neben den gängigen Formaten (bmp, gif, jpg, png, tif) nicht nur mehr als 80 verschiedene Dateiformate (z. B. cpt, ico, psd) anzeigen, es kann ein Bild auch in 21 verschiedenen Formaten abspeichern.
Die Königsdisziplin von IrfanView allerdings ist die Batch- bzw. Stapelverarbeitung der Bilder. Stelle dir vor, du hast einen Ordner mit 300 Bildern im TIF-Format und du möchtest diese in JPG umwandeln. Kein Problem: IrfanView hilft hier schnell und zuverlässig. Du möctest mehrere Dutzend Bilder in einem Rutsch umbenennen? Kein Problem, auch hier werkelt IrfanView zuverlässig.
Beide Aktionen – Konvertieren und Umbenennen – kann man natürlich auch in einem Schritt durchführen.
Zu dem Fenster mit den Batch-Funktionen gelangst dun über die Menüpunkte "Datei" → "Batch-Konvertierung/Umbenennung" oder noch einfacher, indem du die Taste B klickst.
Im linken oberen Bereich kannst du einstellen, ob du konvertieren, umbenennen oder beides gleichzeitig machen möchtest. Darunter wählst du dann das Zielformat aus, d. h. in welches Dateiformat die Grafiken umgewandelt werden sollen. Für die beiden Formate GIF und JPEG bietet IrfanView hinter dem Button Optionen zusätzliche Einstellungen für die ausgegebenen Grafiken an, z. B. die Komprimierungsstufe.
Direkt darunter kannst du verschiedene Spezialoptionen aktivieren bzw. deaktivieren. Mit diesen speziellen Optionen hat man die Möglichkeit, bei mehreren Bildern gleichzeitig Bildbearbeitungsfunktionen durchzuführen: z. B. die Größe verändern, spiegeln oder Kontrastwert verändern.
Noch einmal darunter kannst du Angaben tätigen, die die Benennung der neuen Grafiken beeinflussen. Auch hier bietet IrfanView einen Button, der die zusätzlichen Optionen für das Umbenennen beherbergt. IrfanView ist auch hier sehr flexibel und bietet dir durch die vielen Platzhalter die Möglichkeit, ein ausgefeiltes Konstrukt für die Namensgebung von Dateien zu erstellen. So ist z. B. $N ein Platzhalter für den Dateinamen ohne Endung, und ### erzeugt eine fortlaufende Nummerierung (001, 002, 003 usw.).
Bei den Optionen für das Umbenennen kann man den Zielordner bestimmen, in dem die neuen Bilder gespeichert werden.
Im rechten oberen Bereich wählt man Bilder aus, die umbenannt oder konvertiert werden sollen, und im rechten unteren Bereich siehst du den Fortschritt bzw. das Ergebnis der Stapelverarbeitung.
Eine weitere sehr interessante Funktion für Webworker ist das Speichern fürs Web-Plugin.
In dieser Funktion kannst du schnell und komfortabel sehen, welche Einsparpotenziale ein Bild in Bezug auf seine Dateigröße noch bietet. Einsparungen von 50% der Dateigröße und mehr ohne sichtbare Qualitätsverluste sind hier keine Seltenheit. Wenn du "Datei" → "Thumbnails" wählen bzw. in IrfanView die Taste T drückst, dann gelangst du in den sogenannten Thumbnail-Modus: Die Bilder auf dem Rechner werden als kleine Vorschaubilder angezeigt und können auf diese Weise einfach durchsucht werden. Im Thumbnail-Modus kann man die Bilder auswählen und unter anderem eine HTML-Galerie daraus erstellen lassen: Datei → Selektierte Thumbnails als HTML speichern…

HTML-Galerien erstellen
Bei der Erstellung von Bildergalerien fürs Web greift IrfanView auf die Vorlagen im Unterordner Html zurück. Diese Galerievorlagen sind im Grunde genommen HTML-Dateien, bei denen der statische Teil aus dem üblichen HTML-Quelltext besteht. Überall dort, wo eine "Dynamik" ins Spiel kommt, also wo IrfanView mit seinen Funktionen eingreift, werden die Platzhalter eingesetzt. Hier ein Beispiel:
<a href="#LINK#"><img src=#THUMB# alt="#IMAGE_NAME#"></a>
Das Beispiel ist eigentlich selbsterklärend, und jeder, der ein bisschen Erfahrung mit (X)HTML und CSS auf der Codeebene hat, kann in Verbindung mit der Dokumentation bzw. der Hilfe-Datei von IrfanView ansehnliche Webbildergalerien erstellen.
Neben den oben genannten verfügt IrfanView zudem über ein Arsenal an weiteren Funktionen, wie z. B. eine Slideshow-Funktion, um komfortabel die Bilder des letzten Geburtstages zu präsentieren.
Zudem bietet Ihnen IrfanView verschiedene Bildbearbeitungsfunktionen, z. B. zum Entfernen von roten Augen oder zum Schärfen oder der Umwandlung in Graustufen eines Bildes. Außerdem können Sie Bildteile ausschneiden, die Größe eines Bildes ändern, das Bild rotieren, spiegeln oder mit diversen Effekten versehen.
IrfanView hat darüber hinaus eine sehr umfangreiche Screenshot-Funktion ("Optionen" → "Fotografieren"), um Abbildungen von Anwendungen bzw. Aktionen auf dem Rechner zu produzieren, was vor allem beim Erstellen von Dokumentationen sehr hilfreich sein kann.

Die Einstellungen der Screenshot-Funktion
Bild 6: Die Einstellungen der Screenshot-Funktion
Du kannst in diesem Optionsfenster mehrere Einstellungen tätigen. Zum einen kann man auswählen, welcher Bereich abfotografiert wird und ob du durch das Betätigen einer Tastenkombination die Abbildung erstellen oder ob das Programm dies automatisch nach einer gewissen Zeit machen soll.
Sehr hilfreich, vor allem bei Anleitungen, ist die Möglichkeit, den Mauscursor mit in den Screenshot zu übernehmen. Ganz unten können Sie entscheiden, ob das Bild in dem Programm zuerst angezeigt oder ob es direkt abgespeichert werden soll. Wie schon von IrfanView gewohnt, kannst du bei der Erstellung des automatischen Dateinamens auf eine Reihe von Platzhaltern zurückgreifen.
IrfanView ist bei privater und nicht-kommerzieller Nutzung kostenlos. Kostenlos ist auch der Einsatz in den Bildungseinrichtungen (Schulen, Unis, Bibliotheken etc.) und in den Wohltätigkeitsorganisation. Kommerzielle Nutzung kostet 10 EUR.
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Und für den Glaubenskrieg: XnView.
Ist ja irgendwie das gleiche, hat aber das schönere Logo.
Ich bin vor ein paar Jahren auf XnView umgestiegen, weil mir IrfanView von den Untermenüs her zu undurchsichtig wurde. Die 'Verschachtelung' war irgendwie nicht mehr logisch [kann ja auch an mir liegen?].
Vielleicht hat sich das in neueren Version verbessert, aber von den Funktionen tun sich die Beiden wohl nix. Also bleibe ich XnView jetzt treu.
[...] zusammen klicken. In der Auswahl stehen viele alte Bekannte: Firefox, Google Chrome, Thunderbrid, IrfanView, Dropbox, Notepad++ u. v. [...]