Blogs. Eine nicht mehr ganz neue Erscheinung im Web, aber es soll tatsächlich noch Menschen geben, die keinen führen und dann steht an erster Steller die Frage: Was ist überhaupt ein Blog?
Perun hat dies in unserem Buch WordPress. Das Praxisbuch versucht so zu beantworten:
Weblog ist ein künstliches Wortgebilde und stammt aus der englischen Sprache. Das Wort Web bezieht sich auf das World Wide Web (WWW) und das Wort Log steht für Tagebuch bzw. Aufzeichnung. Sinngemäß könnte man Weblog mit Online-Tagebuch oder noch besser als Online-Journal übersetzen.
Ich persönlich empfinde, und da bin ich, glaube ich, nicht allein, Online-Tagebuch als sehr unglückliche Übersetzung, da man hierzulande mit einem Tagebuch eher sehr persönliche und intime Informationen verbindet: Ein 13-jähriges Mädchen schreibt über ihren ersten Kuss o. Ä. Die Übersetzung zu Online-Tagebuch, anstatt zu Online-Journal oder zum Beispiel zu Online-Logbuch, ist eine der Ursachen, warum die Weblogs (Kurzform: Blogs) am Anfang ignoriert und später belächelt wurden.
Kurz und prägnant: Ein Weblog ist eine sehr aktive und dynamische Website, die bestimmte Merkmale hat. Einige von diesen Merkmalen sind der chronologische Aufbau, der Fokus auf die einzelnen Beiträge und die persönliche und direkte Beziehung zwischen dem Autor bzw. dem Blogger einerseits und dem Leser/Besucher andererseits. Verwechseln Sie hierbei allerdings bitte nicht persönlich mit intim oder privat.
Aber wie funktioniert nun das Bloggen? Soll es ein Blog auf der eigenen Domain sein oder ein gehosteter? Darf es etwas kosten oder soll es komplett kostenlos sein?
Alle diese Fragen einschließlich der wichtigsten natürlich: "Worüber schreibe ich überhaupt?" können wir hier nicht beantworten. Dies sind ganz individuelle Entscheidungen, die davon abhängen was man mit seinem Blog vorhat, wohin man damit möchte, welche Vorkenntnisse man besitzt und was einem am besten gefällt. Es muss halt passen, denn Bloggen soll in erster Linie ja Spaß machen.
Aber es bleibt die Frage im Raum und die ist z. T. schon eng verknüpft mit den oben gestellten Fragen: Mit welchem Blog-System soll man bloggen? Und diese Frage stellt sich eventuell auch Bloggern, die mit ihrem jetzigen System unzufrieden sind und sich neu orientieren möchten.
Um diese Frage zu beantworten sollte man sich einige Systeme anschauen und mit einander vergleichen um dann das System zu wählen, das am besten passt – wieder eine persönliche Entscheidung.
Dieses Blog hier wird von WordPress angetrieben, kein Geheimnis und sicherlich auch kein Wunder
Überhaupt ist WordPress, die am meisten verbreitete Software, die für Blogs bzw. CMS eingesetzt wird. Insgesamt setzen 22,5% aller Websites ein CMS ein und das ist in 55% der Fälle WordPress. Es folgen weit abgeschlagen: Joomla (10,8%), Drupal (6,3%), vBulletin (6,2%), Typo3 (2,7%), phpBB (2%) und 14% Andere.
Quelle: Tech King
In deutschsprachigen Raum ist der Vorsprung von WordPress sogar noch deutlicher. Hier nutzen 78% WordPress (Quelle: Playground)
Aber das bedeutet keineswegs, dass für den ein oder anderen eine andere Software nicht vielleicht besser geeignet ist. Und dafür möchte ich euch in Zukunft (in lockerer Folge) einige Blog-Systeme vorstellen. Am Ende dieser Serie soll dann ein direkter Vergleich der vorgestellten Systeme stehen.
Vorstellen möchte ich mehrere, evtl. auch Serendipity, MovableType, TextPattern, LifeType, ExpressionEnginge*, Antville, SquareSpace*, sowie die gehosteten Bloganbieter WordPress.com, Blogger, blog.de, Posterous und Tumblr.
*kostenpflichtig
Falls ein Blog-System fehlt (und ich hoffe ich habe wenigstens keins der großen übersehen) und ihr Interesse daran habt, dass es auch vorgestellt wird, schreibt das bitte in die Kommentare – keine Garantie, dass ich es auch vorstelle, aber es steigert die Chancen ungemein
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[...] Teil der Serie: Blog: das unbekannte Wesen [...]
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