Ich gestehe: ich mag sie ja. Ich weiß sie sind nicht jedermanns Sache, aber ich finde sie hübsch und ich schaue sie gerne an: Tagclouds oder auch Schlagwortwolken, von mir bevorzugt auf denglisch "Tagwolken" genannt.
Viele Blogs zum Beispiel setzen Sie ein um ihren Besuchern einen Überblick über die Themengebiete der Website zu geben. Diese Wolken sind dynamisch und setzen sich aus den Schlagworten/Tags eines Blogs zusammen.
Während Tagwolken auf den Tags, bzw. Schlagwörtern einer Seite basieren, die aktiv vergeben werden, kann man aber auch ähnliche Wolken erstellen, die einfach auf (nahezu) allen Wörtern basieren, die auf einer Website so vorkommen.
Mit den folgenden zwei Diensten hat man die Möglichkeit als Momentaufnahme solch eine Wolke zu erstellen, die dann einen Eindruck wieder gibt über die behandelten Themen einer Website. Ich nenne das ganze mal "Wortwolken".
Mit Wordle, das Java benötigt, kann man eine Wortwolke für einen eigenen Text, für eine Website mit Feed oder die Tags eines Delicious-Nutzers erzeugen.
Hat man einen Quelle eingegeben geht es schon los und man erhält innerhalb kürzester Zeit eine Wortwolke, die man dann noch anpassen kann. Wichtig und besonders nützlich für nicht-englische Quellen ist, dass man die Sprache angeben kann und damit häufig benutzte Wörter aus der Wolke herausgefiltert werden. Nur so erhält man einen realistischen Eindruck. Unterstützt werden derzeit über 25 verschiedene Sprachen.
Was man noch anpassen kann ist die Schriftart (Font) sowie das Layout und ein Farbschma.
Beim Punkt Layout kann man bestimmen, ob die Wolke eher weiche oder eckige Kanten hat und in welcher Richtung die Wörter angeordnet werden sollen: horizontal, vertikal, gemischt etc. Bei den Farbschmata hat man die Auswahl zwischen 12 verschiedenen Paletten, man kann aber auch eine eigene erstellen.
Ist man mit seinem Ergebnis zufrieden kann man das Wordl ausdrucken und/oder in einer öffentlichen Galerie speichern.
Damit die Generierung einer Wortwolke mit Tagxedo funktioniert, muss man Silverlight 3 installiert haben. Aber dann wird es schön
Als Ausgangstext sind folgende Quellen zulässig: URL, Twitter ID, Delicious ID, oder aber auch die Suche nach einem Begriff. Eigene Texte kann man selbstverständlich auch eingeben. Und dann kann man sich austoben.
Die folgenden Möglichkeiten hat man nämlich beim Aufhübschen der Wortwolke:
Ganz besonders muss man hierbei erwähnen, dass man derzeit noch kostenlos auch eigene Bilder hochladen kann oder aber eine "Wolke" aus einem freien Wort erstellen kann. Beides soll in einer zukünftigen Version nur für Pro-Nutzer zur Verfügung stehen.
Zusätzlich dazu steht einem noch ein ganzes Options-Menü zur Verfügung, in dem man alles haarklein angeben kann.
Die fertige Wortwolke kann man speichern oder ausdrucken. Beim Speichern haben die Macher auch nicht mit Optionen gegeizt: insgesamt kann man aus über 20 verschiedenen Bildgrößen (jpg oder png) auswählen. Und auf ein T-Shirt oder eine Tasse oder eine Tasche oder oder oder… drucken kann man das Kunstwerk im Anschluss auch noch.
Wordl schlägt Tagxedo einfach wenn es darum geht deutsche Texte in eine Wortwolke zu packen, auch andere fremdsprachige Texte (außer englisch) sind hier besser aufgehoben, da nur hier die Möglichkeit geboten wird häufig genutzte Wörter in verschiedenen Sprachen (außer englisch) herauszufiltern.
Tabxedo schlägt Wordl allerdings in Sachen Kreativität. Besonders die Formung von unterschiedlichen Figuren für die Wortwolke finde ich sehr gelungen. Auch die schöne Präsentation der History ist sehr praktisch, wenn man so "rumprobiert".
Die beiden Screenshots hatten als Quelle übrigens www.webwork-tools.de und man sieht deutlich, dass man bei aller Spielerei bei deutschen Texten wohl auf Tagxedo verzichten muss, wenn man möchte, dass die Wortwolke noch einen minimalen Sinn ergibt – schade.